Orte

Betrachter und der Mond
Betrachter und der Mond

Auf den Spuren der vergangenen Zeit

Es ist spannend, den Blick  der von Menschen entstandenden Werke auf sich wirken zu lassen. Was einmal mächtig und befehlsgebend war, liegt tief vegraben unter dem Sand der Zeit. Steine und Bewuchs geben nicht preis, was geschehen ist. Nichts reizt Fantasie mehr als Ungewissheit.

Die Welt, die es einmal gab

Am Anfang gab es nur die Natur. Die Welt war jung, wild und unbeschreiblich schön. Nichts war ohne Bedeutung und die Magie bestimmte den niemals unterbrochenen Verlauf des Lebens. Die Sonne und der Mond bewachen abwechselnd das strömende Dasein. Nebel galt als Tor zu der Anderwelt. Menschen als das jüngste Geschöpf der Natur waren noch ängstlich und voller Respekt vor den Tieren, deren Kräfte und Weisheit sie sehr geschätzt haben.
Lord of misty mountains
Lord of misty mountains
Lonely wolf
Lonely wolf
Silence
Silence

Castel del Monte

Zu Recht nennt man die Hochebene Campo Imperatore in der Region Abruzzen  "piccolo Tibet". Hoch oben auf einem Berggipfel, umrandet von den anderen Berg-Riesen ruht sich das kleine Castel del Monte.
Castel del Monte | Italien
Castel del Monte | Italien
Der Name Castel del Monte kommt aus dem lateinischen Castelium Montis, was "Festung in den Bergen" bedeutet. Das Tal unterhalb von Castel del Monte war schon im 11. Jahrhundert v.Ch. von Menschen besiedelt. Im 4 Jahrhundert v. Chr. eroberten die Römer das Gebiet und gründeten die Stadt Città delle Tre Corone , "Stadt der drei Kronen". Nach dem Fall des Weströmischen Imperiums wurde diese Stadt durch die Festung Ricetto ersetzt. Heute befindet sich dort der älteste Teil von Castel del Monte..
Im Jahr 2009 erlebte Castel del Monte, so wie viele Städte in den Abruzzen, starke Erdbeben. Ein Großteil der Bevölkerung musste nach dem Erdbeben ihre Häuser verlassen. Es ist ein ziemlich unheimliches Gefühl, durch eine Geister-Stadt zu gehen und kaum Menschen zu treffen. Einige Zeichen wie z.B. aufgehängte Wäsche und ein liebevoll bemalter Brunnen lassen hoffen, dass das Leben  in dieser historischen Stadt bald wieder kommt.

Menschenleere Straßen von L'Aquila

Auch die Hauptstadt der Region Abruzzen L'Aquila wurde sehr stark vom Erdbeben 2009 getroffen.
L'Aquila | Italien
L'Aquila | Italien
Verschlossene Türen der verlassenen Gebäude. Keine Menschenstimme, kein Miauen einer Katze und kein Bellen eines Hundes. Alles was eine Stadt so lebendig macht ist weg. Ein auf dem Pflaster liegengebliebener Regenschirm wirkt wie ein Symbol des gewaltigen Zusammenbruches eines geregeltes Lebens.

Die Abruzzen: Berge und Meer

Abseits des Massentourismus, in Mittelitalien, liegen die Abruzzen. Die kargige Landschaft des Grand Sasso und Campo Imperatore mit seinen schneebedeckten Gipfeln verändert sich in die Richtung Andria allmählich in die typisch italienische Hügellandschaft. Entlang der Adria erstreckt sich eine flache Küste mit Pizza, Espresso, Eis, Blicken in die Weite und einem unvergesslichen Geruch des Meeres.