Wilde Tiere

Bär

Dass kein Bär zum Zirkus gehört, versteht sich heutzutage von selbst. Früher wurde der Bär für seine Kräfte und Stärke sowohl bewundert als auch gefürchtet. Das spiegelt sich in den Ausdrücken wieder wie z.B. "bärenstark", "Bärenkräfte". Unter den Germanen galt der Bär als König der Tiere.
Bär im Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
Bär im Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
Bären sind Allesfresser. Um an ihre Nahrung zu kommen können sie schwimmen, fischen und auf Bäume klettern. Im Winter schalten sie auf Spar-Modus und leben größtenteils von ihren Fettreserven. Kein Wunder, dass sie im Frühling einen Bärenhunger haben. Obwohl sie zu den Einzelgängern zählen, sind Bären für enge Beziehungen zu ihren Jungen bekannt. Bären mögen verschmust und gemütlich wirken, können aber auch blitzschnell sein, wenn es darauf ankommt.

Wolf

Der Wolf ist einer der ältesten Begleiter des Menschen. Ein majestätisches Raubtier, das in der heutigen Gesellschaft ganz unterschiedliche Vorstellungen und Emotionen auslöst: Von Begeisterung bis zu panischer Angst, die wieder zu einem wutvollen Hass führt.
Wolf im Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
Wolf im Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
Die lautlosen Jäger verfügen über eine hochentwickelte soziale Struktur und leben in Familiengruppen. Für die Kelten, die selbst viel Wert auf Familienleben legten, galt der Wolf als Symbol für die Gemeinschaft. Beim Jagen zeigen Wölfe durch geschickte Taktik und Strategie eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Bis in das düstere Mittelalter genoß der Wolf die tiefe Verehrung des Menschen. Der altgermanische Gott Odin erscheint in Begleitung seiner treuen Reitwölfen Geri und Freki. Für die Indianer Nordamerikas ist der Wolf ein Weiser, der mit dem Mond spricht. Die altrömische Legende über die von einer Wölfin ernährten späteren Gründer Roms, Romulus und Remus, gehört zu dem Grundbestand europäischer Kulturgeschichte.

Polarwolf

Die Polarwölfe aus der Hanauer Fasanerie kann man kaum menschenscheu nennen. Sie flanieren vorbei, ohne den Betrachter zu beachten und lassen sich gut mit einem Teleobjektiv fotografieren. Zum Beispiel beim Heulen. Das gemeinsame Heulen der Polarwölfe ist großes Kino für die Besucher der Fasanerie. Erst richtig gruselig wird es bei Nebel-Wetter. Der vom Schnee bedeckte Hügel bietet die passende Kulisse des Szenario.
Polarwölfe in Hanauer Fasanerie
Polarwölfe in Hanauer Fasanerie

Luchs

Mit voller Grazie bewegt sich der Luchs auf  großen samtigen Pfoten. Sein unverwechselbares Zeichen sind Haarpinsel an den Ohren. Nach Bär und Wolf ist der Luchs das größte Raubtier, das in Europa lebte. Gnadenlose Verfolgungen wegen seines Pelzes haben den Luchs in Westeuropa ausgerottet. Es mag sein, dass er eines Tages zurückkehrt. Einige Luchse wurden laut Berichten vom Naturschutzbund Nabu Thüringen im Thüringer Wald gesichtet.
Luchs in Hanauer Fasanerie
Luchs in Hanauer Fasanerie
Obwohl der Luchs wie jede Katze von der Natur aus ein Einzelgänger ist, mag er kuschelige Gesellschaft seiner Artgenossen sehr.

Wildschwein

Es ist einfach unglaublich wie flink, beweglich und muskulös Wildschweine im Vergleich zu den sog. Hausschweinen sind. Wildscheine leben in Mutterfamilien oder im Harem, haben eine starke soziale Struktur und kümmern sich sorgfältig um ihre Frischlinge. Das Leittier ist die ursprüngliche Mutter in einer solchen Gruppe. Ein männliches Wildschwein, auch Keiler genannt, ist in der Regel ein Einzelgänger.
Keiler in Hanauer Fasanerie
Keiler in Hanauer Fasanerie